ISG – Der Schmerz im Rücken, welcher aus dem Becken kommt.

Die Ursachen für ISG-Schmerzen (ISG-Syndrom) sind vielfältig: Auch starke Vibrationen, Fehler beim Treppensteigen oder ungewöhnliche Belastungen können ein ISG-Syndrom verursachen.

Wo befindet sich das Iliosakralgelenk?

Das Iliosakralgelenk (Iliosakralgelenk) befindet sich an der Rückseite des Beckens. Die Iliosakralgelenke verbinden das Becken mit dem Steißbein, dem untersten Teil der Wirbelsäule.

Die Iliosakralgelenke (Iliosakralgelenke) verbinden das Kreuzbein mit dem Darmbein auf der linken und rechten Seite der Wirbelsäule. Die Iliosakralgelenke dienen der Kraftübertragung vom Rücken auf das Becken und die unteren Extremitäten.

Der Darmbeinflügel des Darmbeins (Os ilium) und das Kreuzbein (Os sacrum) bilden eine Gelenkfläche auf beiden Seiten der unteren Wirbelsäule. Daher gibt es linke und rechte Iliosakralgelenke.

Das Iliosakralgelenk (kurz ISG) hat nur einen geringen Bewegungsumfang und wird durch mehrere Bänder (Bänder) aus festem Faserknorpel stabilisiert. Die kleine Aktion des ISG wird medizinisch als Nutation oder Konternutation bezeichnet und spielt während der Wehen eine entscheidende Rolle: Die Symphyse dehnt sich aus und ermöglicht den Durchtritt des kindlichen Kopfes durch das Becken.

ISGs übertragen Kräfte von der Wirbelsäule auf das Becken und die unteren Extremitäten und sind daher oft hohen Belastungen ausgesetzt. Die aufeinandertreffenden Iliosakralgelenkflächen sind nur für normale Druckkräfte ausgelegt. Schon kleinste Überlastungen und Verschiebungen können starke Rückenschmerzen verursachen.

Symptome und richtige Deutung

Schmerzen im Zusammenhang mit ISG-Problemen manifestieren sich in Bereichen, die auch von einer Erkrankung der Lendenwirbelsäule (LWS) betroffen sind. Daher kann das ISG-Syndrom mit Symptomen von Kreuzschmerzen oder einem Bandscheibenvorfall (lumbaler Bandscheibenvorfall) verwechselt werden. Grundlage für eine genaue Diagnose ist eine eingehende Untersuchung durch einen orthopädischen Wirbelsäulenspezialisten.

Die Patienten leiden meist unter Schmerzen auf einer Seite (unilateral). Diese können in die Leiste, Beine oder Füße ausstrahlen. Typischerweise ist bei den Betroffenen ein häufiges Herumzappeln und Positionswechsel zu beobachten. Das Stehen auf einem Bein kann die Schmerzen verstärken.

Einige Patienten berichten von plötzlichen Schmerzen im unteren Rücken nach einer ungewohnten Übung. Auch das Beugen und Drehen des Beins nach außen kann sehr schmerzhaft sein. Auch verspannte Muskeln im Rücken- und Beckenbereich können die Schmerzen verstärken.

Wenn die Iliosakralgelenke im Rahmen einer bestehenden Grunderkrankung schmerzhaft oder entzündet sind, wird Ihr behandelnder Arzt die Behandlung an die Grunderkrankung anpassen. So ist beispielsweise die Sakroiliitis mit ISG-Schmerzen bei Morbus Bechterew ein typisches Symptom der Erkrankung und kann nicht allein, sondern in Kombination mit anderen Beschwerden behandelt werden.

Moderne Therapien

Stellt der Arzt eine mechanische Funktionsstörung des Iliosakralgelenks fest, empfiehlt er vor allem eine konservative Behandlung. In den meisten Fällen helfen diese dem Patienten erfolgreich, schmerzfrei zu werden, sodass eine Operation nicht erforderlich ist.

physische Aktivität

Am wichtigsten ist, sich regelmäßig und mäßig körperlich zu betätigen, um die Symptome zu lindern. Gehen, Schwimmen und Radfahren können die Iliosakralgelenke entlasten und Muskelverspannungen lösen. Es ist von Sportarten abzuraten, die plötzliche Stopps oder mögliche Verstauchungen beinhalten können. Beispiele sind Tennis und Fußball.

Bei einem Problem mit dem Iliosakralgelenk sollte der Betroffene bewusst auf eine aufrechte, bewusste Körperhaltung achten und ein Normalgewicht anstreben, jedes verlorene Kilogramm entlastet das Iliosakralgelenk.

Thermische Anwendung

Viele Patienten berichten, dass sie von der Verwendung einer Wärmflasche, von Wärmepflastern oder der Verwendung von Infrarotlicht profitieren. Die Muskeln und Bänder im Bereich des Iliosakralgelenks werden entspannt und Schmerzen werden reduziert.

Manuelle Therapie: Osteopathie und Chiropraktik

Mit Hilfe spezieller Griffe und Druckpunkte können professionell ausgebildete Physiotherapeuten und Mediziner mit kurzen, gezielten Kraftimpulsen Gelenkblockaden lösen und gestörte Gelenkfunktionen beseitigen.

Physiotherapie

Physiotherapeutische Übungen helfen dem ISG-Syndrom auf unterschiedliche Weise: Mobilisations- und Stabilisationsübungen reduzieren Schmerzen im Lendenwirbelsäulen- und Beckenbereich und verbessern die Beweglichkeit. Besonders Frauen mit ISG-Syndrom nach der Schwangerschaft profitieren von diesen Übungen.

Rückenorthese

Bei Verdacht auf eine erhöhte Beweglichkeit des Iliosakralgelenks (Hypermobilität) können medizinische Rückenorthesen eingesetzt werden. Orthesen stützen den Rücken, entlasten das ISG und reduzieren Schmerzen.

Infiltrationstherapie

Die Infiltration mit entzündungshemmenden Kortikosteroiden kann mit einer physikalischen Therapie kombiniert werden. Sie ermöglichen eine schmerzfreie Bewegung und verhindern eine Entlastung der Körperhaltung.

Chirurgische Behandlung

Wenn konservative Ansätze ausgeschöpft sind und der Zustand chronisch ist, können Spezialisten eine Operation in Betracht ziehen. Dies geschieht mit einer minimal-invasiven Iliosakralfusion, einer Verhärtung der Iliosakralgelenke. Sklerose kann mit oder ohne zusätzliche Denervation durchgeführt werden. Die Denervation ist eine Radiofrequenz-Neurotomie, bei der die schmerzleitenden Nervenbündel um das IS-Gelenk durchtrennt werden.

Übungen für Schmerzen im Iliosakralgelenk

Betroffene können eine ISG-Blockade selbstständig mit Bewegung behandeln. Ziel der Übung ist es, blockierte Strukturen zu mobilisieren und Verspannungen in der umliegenden Muskulatur zu lösen. Dadurch wird die mechanische Dysfunktion des Iliosakralgelenks reduziert oder ganz beseitigt. Patienten sollten vor der Durchführung von Übungen immer einen Orthopäden konsultieren.

Im Internet finden Sie viele Anleitungen für die Selbsttherapie mit gezielten Übungen, um so den Schmerz und die Symptome zu lindern.

Text: JP

Fotos: „Becken“ Bild von IAOM-US auf Pixabay

„Sitzend“ Bild von Jack Wiliams auf Pixabay

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