Die ursprünliche Bedeutung von Steintürmen.

Die meisten heute zu findenen Steintürme entstehen aus Langeweile oder als schöne Fotomotive und haben keinen direkten Bezug zum Meer. Dabei haben sie eigentlich eine ganz andere Bedeutung und sind früher wie heute immer noch extrem wichtig.  

So stellen Steintürme in schwer zugänglichen und unübersichtlichen Bergregionen Orientierungspunkte dar. Sehen Menschen, die sich verirrt haben die Türme, so wissen sie, dass sie auf dem richtigen Weg sind.

Deshalb können aus Spaß gebaute Steintürme in den Bergen zu Verwirrung unter den Bergwanderen führen und sie vom richtigen Weg abbringen.

Allerdings kommen den Steintürmen in anderen Kulturen auch nachvollziehbare Bedeutungenen zu.

  • Im antiken Griechenland entwickelten sich aus ihnen das Kultbild des Weggottes Hermes.
  • In Skandinavien ist man vor Trollen geschützt, wenn man auf vorhandene Steintürme einen weiteren Stein auflegt.
  • In Südamerika markieren sie die Wege und erfüllen ihren Zweck als Kultstätte, um die Gottheit Pachamama zu ehren.
  • In Zentralasien findet man die Steinmännchen überall dort, wo es historische Stätten zu erkunden gibt. Und bei uns sehen Sie einfach nur schön aus.

Wir stappeln Sie aus Langeweile oder weil wir schöne Fotomotive und Erinnerungen haben möchten. Das wir damit das Meer und seine Umgebung zerstören ist uns nicht bewusst, da wir dadurch das Zuhause von Meeresbewohnern wie Schnecken, Muscheln und Algen durch das stappeln von Steinen zerstören.

Ein Steinturm dient als Wegweiser und Orientierungspunkt in allen Lebenslagen.

Foto: J. Plötzner